Toys Online | Das Fachmagazin Classics, Games und Creatives | Göller Verlag
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Die Würfel sind gefallen – und sie werden immer wieder neu gemischt. Anlässlich der Spielwarenmesse International Toy Fair 2009 präsentierte die Lego GmbH zunächst der Branchenöffentlichkeit, dann auch dem begeisterten Publikum eine völlig neue Dimension des Spielens: Die Lego Spiele.
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Eines der Gespenster der Krise heißt Preiserhöhungen. Die Spielwarenbranche wird nicht darum herum kommen, und auch andere Branchen rüsten sich mit allerlei PR-Instrumentarien auf die Verkündigung der ungeliebten Botschaft, allein Lebensmittel sind und bleiben wohl auch hierzulande weiterhin billiger als in den meisten europäischen Nachbarländern. Woran liegt es, dass Grundnahrungsmittel wie Butter, Zucker, Mehl, Milch und Kaffee in Deutschland so günstig sind? Es liegt an den Top Five, sprich, an der Übermacht der Lebensmittel-Discounter Lidl, Aldi Nord und Aldi Süd, Netto und Penny. Allein auf Lidl entfällt fast ein Viertel des Umsatzes der Lebensmittel Discounter, knapp dahinter die Albrecht-Brüder, Netto und Penny verzeichnen ebenfalls zweistellige Marktanteile, der Rest rangiert unter “ferner liefen“.
Es liegt auf der Hand, dass die Food-Giganten den längeren Hebel, an dem sie sitzen, auch konsequent bedienen. Rigide Einkaufspraktiken gehen zu Lasten der Lieferanten und ihrer Angestellten. Steigender Lohndruck, schlechtere Arbeitsbedingungen, geringere Sozialleistungen sind die Folge.
Die Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat in den letzten zehn Jahren stetig zugenommen. Ende der 90er Jahre beherschten acht große Supermarktketten den Markt, heute sind es nur noch sechs. Edeka, Rewe, Aldi, Lidl, Metro und Tengelmann dominieren die Handelslandschaft und machen sie immer starrer und gleichförmiger. Sie kontrollieren gut 90 Prozent des gesamten Marktes. Ein gefundenes Fressen für das Kartellamt möchte man meinen, liegen illegale Preisabsprachen doch nahe.
Sieht man einmal von der Möglichkeit des Missbrauchs der Nachfragemacht ab, so sind wir Verbraucher es selbst, die erheblich dazu beitragen, dass sich der Teufelskreis immer wieder schließt: Wir wollen immer billiger kaufen. Grundnahrungsmittel wie Milch, Kaffee, Tee, Zucker und Brot waren einst „Genuß“Mittel, die man sich bei guter Qualität gern etwas kosten ließ. Gute Butter, eine Tasse wohlschmeckender Kaffee, aromatischer Tee und sahnige Milch versetzten unsere Eltern und Großeltern noch in Sonntagslaune. Wir dagegen fördern auf der Jagd nach der billigsten Butter und dem günstigsten Kaffee die gnadenlose Preisschlacht der Discounter. Wir mokieren uns politisch korrekt über das Lohnniveau in den Herkunftsländern, die Arbeitsbedingungen in China und das Arbeitsklima bei den Big Five im Lebensmittelhandel – und vergessen ganz scnell unsere Überzeugung, wenn wieder einmal der Rotstift der Rabatte lockt. Mit derlei Doppelmoral kalkulieren skrupellose Handelsgiganten. Die bevorstehenden Preiserhöhungen bei Spielwaren im Auge möchte ich mahnen: Wehret den Anfängen! Konsequenz und Qualität sind eben etwas teurer. Lassen Sie sich ihre Überzeugung doch einfach mal was kosten!
Ihre
Sibylle Dorndorf |
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