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Hier wird Einkaufen zum lizenzstarken Erlebnis: „Close Up“ in Stuttgart – ein Mekka für alle, die auf der Suche nach dem Besonderen sind. Sarah Daubert tauchte für TOYS ins Getümmel faszinierender Lizenzartikel. An ihrer Seite: Micha Seibt, Verkaufsleiter bei Close Up

Seit zehn Jahren mischt der Groß- undVersandhandel Close Up auch im Einzelhandel lizenzstark mit: Der Grundstein wurde mit Postern aus England gelegt, die sich Anfang der 90er Jahre am deutschen Markt wie geschnitten Brot verkauften. Über die Jahre hinweg entwickelte sich das Unternehmen zu einem namhaften Händler von Postern und Merchandising-Artikeln rund um Film, Musik, Personality und Fun. EU-weit für den Posterhandel bekannt, haben sich darüber hinaus in Deutschland die Store-Standorte Stuttgart, Bielefeld, Frankfurt, Hamburg, Bonn und Köln etabliert. Allein in der Stuttgarter Gloria Passage tummelt sich das Who is Who der Lizenzbranche auf rund 150 Quadratmetern Ladenfläche.
Business – mit Herz und Verstand Zehn Mitarbeiter sorgen mit Rat und Tat dafür, dass jeder Kunde seinen Einkaufswunsch aus dem rund 20.ooo-Artikel starken Portfolio erfüllt bekommt. Das bedeutet nicht nur Bezug zu den Produkten zu haben, sondern auch ein offenes Ohr für die Wünsche der Kunden. „Sollten wir einen Kundenwunsch nicht sofort erfüllen können, wird er besorgt. Wir recherchieren sogar Kundenideen, wenn es heißt ‘ich habe da was gesehen...’. Manchmal hat man sogar selbst Glück und kommt so auf Dinge, die vorher noch keiner entdeckt hat“, erklärt Micha Seibt, seit zehn Jahren Verkaufsleiter bei Close Up. Diese Art der Kundenbetreuung sieht der Stuttgarter als Gewinn für beide Seiten an. Genauso vielfältig und flexibel wie das Portfolio, sind auch die Kunden und deren Wünsche. Hier wird sowohl die Großmutter, die für ihren Enkel das passende Geburtstagsgeschenk sucht, erfolgreich bedient, wie auch der junge Mann, der Utensilien für den Junggesellenabschied benötigt. Close up hat für jeden Kunden, ganz gleich welchen Alters, das passende „Etwas“. Luxus Pur – für beide Seiten. „Im Prinzip verkaufen wir Dinge, die der Mensch nicht braucht, die aber ganz viel Spaß bereiten. Wer etwas Verrücktes sucht, der kommt zu uns – dieser Ruf eilt uns voraus“, freut sich Seibt. Das Einzugsgebiet von Close up deckt einen Radius von rund 70 Kilometern rund um Stuttgart ab: Als „alt eingsessen“ in der Stuttgarter Innenstadt kommt die Stammkundschaft gezielt, Close up als echter Hingucker zieht aber ebenso viele Laufkunden und Touristen an. „Die allgemeine Verweildauer liegt bei rund um 20 Minuten. Bei uns gibt es einfach in jeder Ecke was zu gucken, viele kleine witzige Details zu entdecken. Die verwinkelte Bauweise ist von Vorteil, da man in jedem Teil des Geschäftes in eine neue Produktwelt eintaucht“, Micha Seibt ist überzeugt vom Konzept. „Die Einkaufsschmerzgrenze liegt bei zirka 30 Euro – es sei denn es gibt besondere Anlässe oder jemand sammelt ein bestimmtes Thema, dann ist die Bereitschaft, mehr auszugeben, durchaus da.“ Fanartikel zu den themenentsprechenden Postern zeigen sich zur Zeit als absolute Topseller, gefolgt von entsprechenden Accessoires. Auf Herstellerseite haben United Labels und Neca bei der Produktpräsenz im Shop die Nase vorn – für beide Unternehmen ist Close Up auch offizieller Vertriebspartner. „Bei den angesagtesten Lizenzen liegen Everseller wie die Simpsons, SpongeBob und Hello Kitty im Trend, während das abverkaufsstärkste Produkt aktuell Girlie-Shirts mit Sprüchen drauf sind“, verrät Seibt.
Lizenzstarke Inspiration Das schnelllebige Lizenzgeschäft zu verfolgen, stets up to date zu sein und die Infos an die Zentrale weiterzuleiten ist für manch einen eine echte Herausforderung – für Micha Seibt eher eine Leidenschaft. Input über das Branchengeschehen, aktuelle Trends und Themen, holt sich der gebürtige Hamburger über Medien wie das Internet, hier vor allem via Facebook, aus dem TV und natürlich durch Gespräche mit der Kundschaft, die sich am Puls der Zeit bewegen. „Ich bin nach allen Seiten interessiert, halte Augen und Ohren offen. Nur so erfährt man was die Kunden wollen – von der Zielgruppe direkt, das ist der kürzeste und sicherste Weg“, erzählt der ehemalige Videothekenbesitzer, der seitens Close Up für seinen guten Riecher in Sachen Top-Themen vollstes Vertrauen genießt. Alle zwei Wochen gibt es Meetings in der Ostfilderner Zentrale. Im Austausch unter Kollegen wird dann besprochen, was sich bei welchen Bereichen getan hat, was zukünftige Produkte und Trendthemen sind. „Offene Augen und Ohren, Erfahrungsaustausch und Messebesuche sind für mich das Inspirationsquartett.“ Der Kunde ist König – ein ganz klares Erfolgsmotto im Einzelhandel. Kundenbindung ist bei Close Up ebenfalls Ehrensache. Bei den Stuttgartern bewährt sind hierfür das Internet, durch den Onlineshop und der Aktivität auf Facebook. Eine weitere Offensive in Richtung Kundenpräsenz stellt die Zusammenarbeit mit den Kinos vor Ort dar, wie zum Beispiel beim Trickfilmfestival. Aktionen wie diese sind ein werbetechnischer Profit für alle Beteiligten. „Das Geschäft mit den Trend- beziehungsweise Lizenzartikeln hat mir schon immer Spaß gemacht. Themen zu verfolgen, die als Film ihr Start up haben und zu beobachten, was daraus wird ist eine höchst spannende Angelegenheit“, so Seibt. Er will auch zukünftig am „Lizenzball“ bleiben. Sein Rezept für ein erfolgreiches Geschäft: „Wir setzten zu 20 Prozent auf beständige Themen wie SpongeBob, die Simpsons und Playboy. Das sind Themen, die auch uns beeindrucken und die Kunden anhaltend faszinieren. Generationsübergreifende Themen und Klassiker sind ein sicheres Geschäft. Dazu kombinieren wir kurzfristige Hypes mit den Longsellern. Unsere Entscheidungen beruhen hier auf Erfahrungen aller Beteiligten, Vermarktungsstrategien und natürlich auch Feedback aus Kundenkreisen.“ Grundsätzlich, so Seibt, haben Lizenzprodukte am deutschen Markt gute Chancen, jedoch sollten die zu hohe Preispolitik in dem kurzlebigen Geschäft, das kleine Vermarktungsfenster und das Timing überprüft werden, damit die Handelslandschaft mehr Spaß an Lizenzen gewinnt. www.closeup.de
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